Pflegeausbildung

Gegen den Trend

Gegen den Trend Pflegenotstand

Sechs junge Auszubildende starten im Elisabethenheim ihre berufliche Zukunft - Neues Pflegeberufegesetz ab 2020

Viechtach. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen hat der Personalnotstand längstens erreicht. Pflegefachkräfte sind gefragt wie nie und können sich ihre Einsatzstellen aussuchen. Die Einrichtungen konkurrieren bei der Suche nach Nachwuchskräften. Fachkräftemangel, Pflegenotstand und andere Schlagwörter titeln seit Wochen die Print- und Digitalmedien. Jedoch gibt es auch Heime, die entgegen dem Trend den vom Gesetzgeber vorgegebenen Stellenschlüssel erfüllen und damit sogar eine der von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Verfügung gestellten zusätzlichen Stellen besetzen können. So eine Einrichtung ist das Elisabethenheim in Viechtach, das unter der Trägerschaft des Caritasverbandes steht. Seit Jahren bildet das Elisabethenheim Pflegefachkräfte, aber auch Pflegehilfskräfte aus. So wurde jedes Jahr mindestens eine Ausbildungsstelle als Fachkraft und zwei als Hilfskräfte besetzt. Jeder Pflegeazubi wird nach der Ausbildung übernommen, wenn sie oder er das will sagt Heimleiter Edwin Schedlbauer bei einem Pressegespräch mit dem Viechtacher Bayerwaldboten. Sehr zur Freude des Pflegeheimleiters konnte er

entgegen jeglichen Trends

in diesem Jahr vier Pflegeschülerinnen für die dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin und zwei junge Flüchtlinge für die einjährige Pflegefachhelferausbildung gewinnen. Das sich diese Entwicklung auch im nächsten Jahr weiter fortsetzt, hofft auch der Leiter für den Pflegedienst Markus Quappik, der die Hintergründe des neuen Pflegeberufegesetzes beschreibt. Es reformiert die Berufsausbildung aller Pflegeberufe und führt die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz geregelten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammen. Mit dem Pflegeberufegesetz wird erstmals die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann eingeführt mit der Möglichkeit, dass Auszubildende ihre Kompetenzen in der Ausbildungszeit in den Bereichen Altenpflege oder Kinderkrankenpflege vertiefen können. Entscheiden sich die Kursteilnehmer für eine solche Spezialisierung für das dritte Ausbildungsjahr, schließt die Berufsausbildung mit Abschluss "Altenpfleger/in" oder "Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in" ab. Eine weitere Neuerung ist die Einführung eines umlagefinanzierten Pflegeausbildungsfonds, in den Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, die Pflegeversicherungen und der Freistaat einzahlen. Die Träger der praktischen Ausbildung und die Pflegeschulen erhalten wiederum Ausgleichszuwendungen aus diesem Fonds. Künftig leisten also alle Akteure, die von der Ausbildung profitieren, einen finanziellen Beitrag dazu, auch wenn sie selbst nicht ausbilden, informiert der Pflegedienstleiter. Eine weitere Aufgabe, die auf die Einrichtungen zukommt, ist die Fort- und Weiterbildung der Praxisanleiter. Die Pflegefachkräfte Ramona Köppl und Pascal Bledau vom Elisabethenheim sind bestens auf die neuen Herausforderungen der praktischen Pflegeausbildung vorbereitet und freuen sich darauf, dass sie künftig noch mehr Stunden für die Praxisanleitung der jungen Pflegeschüler freigestellt werden. Heimleiter Edwin Schedlbauer hofft, dass all diese Reformen dazu führen,

mehr junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern

Neun junge Mensche stehen in der Reihe in PflegekleidungUnsere Auszubildenden mit ihren Praxisanleitern Sylvia Wilhelm (re.) und Pascal Bledau (li.)Foto: Schedlbauer

zu können. Die immer wieder kehrenden Meldungen, dass Pflegeberufe schlecht bezahlt werden, rückt Heimleiter Schedlbauer zumindest für die Caritas zurecht. Deren Auszubildende würden im ersten Ausbildungsjahr 1.140 Euro und im dritten Ausbildungsjahr sogar 1.303 Euro monatlich erhalten. Nach der Abschlussprüfung verdient eine Pflegefachkraft rund 3.000 Euro im Monat dazu eine Einmalsonderzahlung und Zusatzversicherungsleistungen, informiert Schedlbauer.    

Beruf mit Zukunft

Lernen im Team

Ausbildung

Sieben junge Menschen stehen in einer Reihe

Unsere Pflege-Azubis im Ausbildungsjahr 2017/2018 mit ihren Praxisanleitern.
Von links: Goran, Pascal, Nathalie, Krishan, Jessica, Regina und Ramona

Foto: Quappik

Einen hohen Stellenwert nimmt in unserem Caritas Elisabethenheim in Viechtach die Ausbildung ein. In unserer Einrichtung absolvieren Altenpflegeschüler und Altenpflegehilfeschüler den praktischen Teil ihrer Ausbildung. Eine Ausbildung in unserem Seniorenheim hat das Ziel, Freude an sozialen Berufen zu wecken und die erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln. Sie stellt eine enge Verbindung zwischen theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten und Erfahrungen her.

Informationen zu sozialen Berufen finden Sie auf unserer Internetseite www.caritas-soziale-berufe.de

 

Attraktive Bezahlung

cooles Gehalt

Ausbildungsvergütung

 

Ausbildungsvergütung (Arbeitsvertragliche Richtlinien des Caritasverbandes - AVR)

Icon Geld

                                       

 Die Schülerin/der Schüler erhält monatlich eine Ausbidlungsbeihilfe. Sie beträgt

                                      Ab 01.06.2018      Ab 01.01.2019
im ersten Ausbildungsjahr:    1.090,69 €        1.140,69 €
im zweiten Ausbildungsjahr:  1.152,07 €        1.202,07 €
im dritten Ausbildungsjahr:    1.253,38 €        1.303,38 €

Außerdem:     Einmalzahlung im November, Sonn- und Feiertagszulage,Schichtzulage